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Neuer Bug im KT133A - Neustartprobleme in Verbindung mit dem ATHLON C

Samstag, Juni 14th, 2008

Die VIA-Northbridges mit dem Produktcode 1EA0 (links) oder 1EA4 könnten mit dem C-Athlon Fehler auftauchen; die Chips mit dem Code 2EA1 (rechts) sind einwandfrei.

München (ai) –  VIAs Pechsträhne scheint kein Ende zu nehmen. Nach den Negativ-Schlagzeilen ihrer Southbridge VT82C686B rückt nun ausgerechnet die Northbridge des populären Athlon-Chipsatzes KT133A ins Zwielicht. Eigentlich für C-Athlons ausgelegt, produziert die Northbridge VT8363A Restart-Probleme mit genau dieser CPU.

Die schlechte Nachricht: Dieses Problem kann auf allen Athlon-Boards mit einem KT133A-Chipsatz auftreten, völlig unabhängig vom Board-Hersteller.

Die gute Nachricht: Nicht alle Nordbrücken haben diesen Fehler. Chips mit dem Produktcode 2EA1 arbeiten fehlerfrei (Bild). Bei Produktcode 1EA0 oder 1EA4 könnte aber die Problematik in Verbindung mit C-Athlons auftauchen.

Die Board-Schmiede MSI hat als einer der ersten KT133A-Verbauer reagiert und bietet Käufern des Athlon-Boards K7T Turbo einen Austausch des fehlerhaften Boards an. Unter der Telefonnummer 069 / 40 893 - 191 können MSI-Kunden weitere Informationen zu diesem Thema einholen. Besitzer von KT133A-Boards anderer Hersteller fragen am Besten bei ihrem Händler nach.

Vorsicht! Da alle Northbridges mit einem Kühler versehen sind, ist der Produktcode nicht einsehbar. Dieser Kühler geht in aller Regel nur sehr schwer runter, aber noch schwerer wieder sachgemäß rauf.

Daher unsere Empfehlung: Lösen Sie den Kühler nur vom Chip, wenn Ihrerseits ein begründeter Verdacht besteht oder kontaktieren Sie einen Fachmann. Dieser kann den Kühler im Falle eines negativen Bescheids wieder fachgerecht aufkleben.

Update:
Wie Stephan Schwolow von MSI Deutschland gegenüber CHIP Online mitteilte, lässt sich das Problem mit der VIA-Northbridge anhand eines Warmstarts aus dem DOS-Modus oder einem Windows-Neustart identifizieren: Bleibt der Bildschirm schwarz, hat der Chip einen Fehler.

Auch zum Bug-Fixing äußerte sich Schwolow: In 20 bis 30 Prozent der Fälle kann der Fehler durch das Erhöhen der I/O-Spannung der CPU von 3,3 auf 3,45 Volt im BIOS behoben werden.Info:
www.via.com.tw
www.msi-computer.de

Quelle: Chip vom 28.05.01

Computer werden teurer: Ursache sind steigende Chip-Preise

Samstag, Juni 14th, 2008

Hamburg (rpo). Computerkäufer haben zwei Probleme: Hat man den Rechner nach Hause geschleppt, ist er erstens schon veraltet und zweitens im Laden auch schon wieder erheblich billiger geworden. An der Alterung wird sich wohl nichts ändern, an den Preisen schon. Denn aufgrund steigender Kosten für Chips werden PCs jetzt teurer.

Zurzeit spricht vieles dafür, dass kaufwillige Computerfreunde einen Grund haben, sich zu beeilen: Nach Einschätzung von Experten werden die Preise für PCs und Laptops in naher Zukunft spürbar anziehen. Analysten des US-Marktforschungsinstituts Gartner rechnen mit durchschnittlichen Preissteigerungen zwischen 10 und 15 Prozent. ”Ich halte dies durchaus für realistisch”, bestätigte der Chefredakteur des Fachmagazins ”c/t”, Christian Persson.

Den Auftakt machte Ende März Apple: Das kalifornische Unternehmen hob die Preise für die neuen ”iMac”-Modelle nach Worten des Sprechers der deutschen Tochter, Georg Albrecht, weltweit um durchschnittlich 100 Dollar (gut 113 Euro) an. Auch die Preisschilder für Fujitsu- Rechner müssen ”in absehbarer Zeit” erneuert werden, teilte Sprecherin Barbara Schädler mit. ”Wir werden Preissteigerungen in Höhe von zwei bis drei Prozent bei Standard-PCs vornehmen, bei Notebooks werden sie etwas geringer ausfallen.” Ein Sprecher der Sony Deutschland GmbH kündigte an, das Unternehmen werde sich ”am Markt orientieren.”

Preisanstieg um 300 Prozent
Nachdem PCs und Laptops im vergangenen Jahr nach Angaben der Gartner-Experten deutlich günstiger geworden waren, sind für den jetzigen Anstieg Verteuerungen bei den Rechner-Komponenten verantwortlich: ”Die Preise für Speicherchips sind seit Dezember 2001 um fast 300 Prozent, jene für Flachbildschirme seit Jahresbeginn zwischen 25 und 35 Prozent gestiegen”, betonten die Gartner-Analysten Leslie Fiering und Brian Gammage. Ursache dafür sei vor allem die gestiegene Nachfrage.

Ein Sprecher des Chipherstellers Infineon in München bestätigte diese Tendenz. Der Preis für einen Chip mit 128 Megabyte Speicherkapazität habe während der Technologiekrise Ende vergangenen Jahres bei nur einem US-Dollar gelegen. Inzwischen habe er zeitweise sogar mehr als den vierfachen Wert erreicht.

Computerkäufer müssen nach Perssons Angaben künftig besonders wachsam sein. Um Aufschläge zu verhüllen, werde mancher Hersteller bei Kompaktangeboten auf billigere Komponenten, etwa auf Festplatten mit weniger Speicherkapazität oder einfachere Grafikkarten setzen. ”Man hat bei konfigurierten Systemen auch andere Möglichkeiten, dem Preisdruck auszuweichen als die Preise zu erhöhen”, sagte Persson.

Speicherpreise werden wohl langfristig steigen
Einig sind sich Experten und Unternehmenssprecher darin, dass die Hersteller durch Preissteigerungen oder den Einsatz billigerer Bauteile ihre Gewinnmargen nicht erhöhen werden. ”Die Hersteller haben keine andere Möglichkeit als die gestiegenen Komponentenpreise an die Kunden weiterzugeben”, betonten die Gartner-Experten. Persson, Schädler und Albrecht bestätigten, es gehe ausschließlich darum, mit der Entwicklung bei Chips oder Flachbildschirmen Schritt zu halten.

Keine schlüssige Antwort gibt es auf die Frage, ob sich die Computerpreise auf dem höheren Niveau halten werden und ob gar mit weiteren Steigerungen zu rechnen ist. Es sei kaum abzusehen, ob der aktuelle Aufwärtstrend bei Chips nachhaltig ist, sagte der Infineon- Sprecher. Dagegen urteilte Persson, die Speicherpreise würden wohl langfristig steigen. ”Allerdings werden die Preise für Prozessoren wegen des verschärften Wettbewerbs fallen.” Möglicherweise gleiche dies die Steigerungen wieder aus.

Quelle: www.rp-online.de