Archive for the ‘DSL’ Category

Wuppertal: DSL 40000 bald auch am Netz

Samstag, Juni 14th, 2008

Dank drahtloser Funk-Technik gibt es in Kürze auch auf Hatzfeld, Uellendahl und Katernberg schnelle Internet-Zugänge. Die T-Com steckt derweil noch in der Planung.
von Axel vom Schemm

Hatzfeld/Uellendahl/Katernberg „40000 gucken in die Röhre”, titelte die WZ am 8. Februar dieses Jahres. Gemeint waren die Anwohner auf Hatzfeld, am Uellendahl und am Katernberg, die, sich einen schnellen DSL-Anschluss wünschen. Doch für die bislang ausgebremsten Online-Surfer gibt es jetzt gute Nachrichten: Zwischen Juli und September 2006 soll auch in ihrem Stadtteil die superschnelle Datenübertragungstechnik bereitstehen. Der beharrlichen Bürgerinitiative „Breitband für Wuppertal” sei dank. Die sechs Mitglieder kleine Gruppe hat die Deutsche Breitband Dienste (DBD) aus Heidelberg auf den Notstand in Wuppertal aufmerksam gemacht. Und das Unternehmen, das mit der DSL-Funknetz-Technik „Wimax” bundesweit die von der T-Com unversorgten Gebiete bedienen will, geht in Kürze in Wuppertal an den Start.

„Die DBD-Mitarbeiter waren schon mehrfach im Tal, haben sich die Situation vor Ort angeschaut und in drei Projektsitzungen bei uns detailliert informiert”, berichtet Michael Zerwell von der Breitband-Initiative. „Die haben im Moment aus unserer Sicht klar die Nase vorn.” Dabei - und das betont Zerwell - verstehe sich die Gruppe nur als Vermittler. „Uns ist im Prinzip egal, welcher Anbieter uns DSL anbietet. Hauptsache, es macht überhaupt einer”, sagt Zerwell. Er kenne Geschichten - vor allem gewerblicher Nutzer - die wegen des fehlenden schnellen Online-Zugangs darüber nachdenken, den Bezirk, oder gar die Stadt zu verlassen. „Ein klarer Standortnachteil”, meint Zerwell. Nicht ohne Grund haben der Hatzfelder und seine Mitstreiter mehrfach bei der T-Com vorgesprochen, die das Glasfasernetz vor Ort betreut - bis heute ohne Erfolg.

Geht es nun nach den Vorstellungen der DBD, ist es damit bald vorbei: Neun kleine Funkanlagen werden auf Hausdächern in den Vierteln platziert und sorgen ganz kabellos für das nötige Hochgeschwindigkeits-Datennetz. „Wir verhandeln derzeit mit mehreren Eigentümern über die Standorte, fest steht bislang nur der Wasserturm auf Hatzfeld”, berichtet Mario Heuel von der Firma Innofactory aus dem Sauerland, die im Auftrag der DBD in Nordrhein-Westfalen die Netzausweitung vorantreibt. Noch diesen Monat soll das entsprechende Erschließungskonzept für Wuppertal fertig sein, im „dritten Quartal möchten wir die ersten Kundenanschlüsse installieren”, sagt Heuel. Vorab werde die neue Technik im Rahmen einer Infoveranstaltung vorgestellt. Für die Installation der nötigen Gerätschaften beim Kunden sorgen dann lokale Händler im Auftrag der Innofactory, die die Hardware auch anbieten.

Auf möglichen Gegenwind seitens der in Wuppertal sehr aktiven Mobilfunkgegner sei man übrigens vorbereitet, sagt Heuel „Sorgen über Gesundheitsschäden sind völlig unbegründet Funkmasten stellen wir gar nicht auf, wir arbeiten mit kleinen Sendeanlagen. Und die Frequenzen bewegen sich etwa auf dem Niveau eines mobilen Telefons in einem Privathaushalt.” , Bei der T-Com, nach deren Aussage sich die in den Bezirke verlegten Glasfasern nicht m DSL-Anschlüssen vertragen, sitzt man übrigens nach wie vor an den Plänen zur Nachrüstung, um doch noch den schnellen Datenfluss anbieten zu können. Auf WZ-Anfrage hieß es, man strebe nach wie vor an, im dritten Quartal 2006 die Modernisierungen in Angriff zu nehmen. Dann surfe viele Hatzfelder, Uellendahler und Katernberger vielleicht schon im Netz - superschnell dank DSL.
www.dslonair.de

www.innofactory.de

Quelle: WZ vom 06.05.2006

Experte: Internet aus Steckdose für Deutschland zu spät

Samstag, Juni 14th, 2008
 
Berlin (dpa) - Das Internet aus der Steckdose kommt nach Ansicht eines Branchenexperten zu spät für den deutschen Markt.

In den Industrieländern gebe es mit Breitbandkabel, DSL und Funkdiensten mittlerweile genügend Alternativen, die auf lange Sicht leistungsfähiger und wirtschaftlicher seien, sagte der Geschäftsführer der Berliner CONAXION GmbH, Frank Brandt,

«Ich glaube, Powerline als Zugangstechnologie wird sich in Deutschland kaum durchsetzen.» Das 1999 gegründete Berliner Unternehmen berät vor allem ausländische Firmen bei der Einführung der Powerline-Technologie und hat eigene Prototypen hergestellt.

Noch sei bei der Powerline-Technologie nicht geklärt, wie hoch die Störstrahlung der Stromkabel bei einer Massennutzung als Telefon- und Internetleitung sein wird. Auch könnte es sein, dass sie dann nicht mehr annähernd stabil die erhofften Geschwindigkeiten bietet. «Die Powerline-Technologie ist sehr komplex.» Theoretisch hält Brandt eine Geschwindigkeit von 2 Megabit für möglich, das sind fast drei Mal so viel wie mit der jetzigen DSL-Technik. Benutzen aber mehrere Anwender die Stromleitung, sinkt die Geschwindigkeit. Dann könnte sich am Ende herausstellen, dass die Technologie zu langsam und dafür dann zu teuer sei, sagt Brandt. «Die Anbieter müssen die Wirtschaftlichkeit erst einmal beweisen.»

Der Energiekonzern RWE will im Juli mit einem Internetangebot über das Stromnetz auf den Markt gehen und in weniger als zwei Jahren mehr als 100 000 Kunden gewinnen. Auch E.ON, EnBW Energie Baden- Württemberg und die MVV Energie AG aus Mannheim haben Angebote angekündigt. Über die Steckdose können die Powerline-Anbieter das Monopol der Telekom auf die Telefonbuchse umgehen. Nach einer vor gut einer Woche vom Bundesrat beschlossenen Frequenzverordnung müssen sie dabei aber streng festgelegte Grenzwerte für Störstrahlungen einhalten. Bei einer Massennutzung befürchteten Kritiker, dass Funkstörungen etwa beim Polizeifunk auftreten könnten. Eine Prozesswelle könnte folgen, sagte Brandt.

Dennoch ist Powerline nach Ansicht des Beraters alles andere als totgesagt. Die Vernetzung innerhalb von Wohn- oder Gewerbehäusern sei auch in Deutschland und anderen Industrieländern ein durchaus lukrativer Anwendungsbereich. Zwei PCs in einer Wohnung etwa könnten so vernetzt werden. «Da wären dann auch geringere Übertragungsraten in Ordnung.» In einem voll vernetzten Haus mit Internetgesteuerten Haushaltsgeräten könne die Technologie breit angewendet werden. In weniger entwickelten Ländern sieht der Experte zudem gute Chancen für Powerline als Zugangstechnologie für Telefon und Internet.

Quelle: www.stimme.de  vom 08.04.2001

Endlich: T-DSL über Glasfaser kommt 2005

Samstag, Juni 14th, 2008

Es klingt unglaublich, wird jedoch von einem der Redaktion vorliegenden internen Dokument der Deutschen Telekom bestätigt: Bereits im Januar des kommenden Jahres “können voraussichtlich (…) bundesweit Siemens-Outdoor-DSLAM in Betrieb genommen werden”, so das spannende Fazit des Papiers. Das heißt: T-DSL endlich auch für Glasfaser-Kunden. Dennoch kein Grund für überbordende Euphorie.

Jahre mussten vergehen

Dass die Telekom seit Jahren nach Breitband-Lösungen für optisch erschlossene Gebiete sucht, ist bekannt. Jetzt scheint der magentafarbene Riese endlich ein gleichermaßen praktikables wie wirtschaftliches Verfahren gefunden zu haben. Die Lösung des Problems heißt Outdoor-DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer).

Vorreiter Köln

Durch die Umrüstung der bestehenden Siemens-Multifunktionsgeräte (so genannte Knotenverzweiger, kurz KVz) für den Einsatz der Outdoor-DSLAM wird es in Zukunft möglich sein, xDSL auch in Glasfaser-Infrastrukturen einzusetzen. Der Startschuss für diese neue Technologie fiel im Rahmen eines Feldtests in Köln Bensberg. Hier ist die neueste Multiplexer-Generation seit Mitte Oktober im Einsatz und versorgt 1000 verglaste Telekom-Kunden erfolgreich mit T-DSL.

Der Outdoor-DSLAM stellt das Gegenstück zum Splitter beim Endverbraucher dar. Ohne einen funktionstüchtigen DSLAM ist es für den Splitter unmöglich, Telefondaten von Internetdaten zu unterscheiden.

Das Herz von T-DSL

In einer Kupfer-Infrastruktur sind die DSLAM in den Vermittlungsstellen aufgebaut und sorgen dort für die Übergabe der Bits und Bytes der Endverbraucher ins Telekom-Backbone. Bei Glasfasernetzen auf HYTAS-Basis existiert keine Vermittlungsstelle - eine gewisse Anzahl an Haushalten hängt stets an einem Knotenverzweiger (KVz). Diese Kästen stellen sozusagen eine “Mini-Vermittlungsstelle” dar.

“Mini-Vermittlungsstellen”

Sofort erkennbar ist das daraus resultierende Problem: Die Mehrzahl an “Mini-Vermittlungsstellen” erfordert eine größere Anzahl an DSLAM, die in Form von Outdoor-DSLAM in jeden Verzweigerkasten eingebaut werden müssen. Da ein Knotenverzweiger in der Regel nur rund 100 Netzteilnehmer versorgt, sind an die Wirtschaftlichkeit einer möglichen Lösung erhöhte Anforderungen gestellt.

Neben Köln sind besagte DSLAM auch schon in Karlsruhe, Arnsberg, Nürnberg, Erdingen, Allingen, Schloss Holte Stukenbrock (SHS) und Selm geschaltet. Wie dem Dokument zu entnehmen ist, muss die Software der Outoor-DSLAM bis zum Ende der Feldtests im Januar 2005 noch einmal überarbeitet und weiteren Tests unterzogen werden. Somit ist nächstes Jahr mit einer wellenartigen Verbreitung der neuen Technik zu rechnen.

Zurückhaltung bei der T-Com

T-Com-Pressesprecher Walter Genz bestätigte auf Anfrage, dass im kommenden Jahr mit der vorsichtigen Einführung von T-DSL in Glasfasernetzen zu rechnen sei. Es sei jedoch hervorzuheben, dass die Telekom die neue Technik nicht der breiten Masse, sondern zunächst nur in ausgewählten Gebieten zur Verfügung stelle. Gegebenenfalls würden sogar nur einzelne Knotenverzweiger ausgebaut, so der Unternehmenssprecher. Die Outdoor-DSLAM seien auf Grund der noch geringen Nachfrage im Vergleich zu Geräten für reine Kupfernetze exorbitant teurer.

Bürger, ans Werk!

Somit sollten sich schon jetzt Bürgerinitiativen darum kümmern, den Leuten vor Ort mitzuteilen, wie wichtig es ist, sich in die Interessentendatenbank der T-Com eintragen zu lassen. Abschließend kann nur noch die Hoffnung bekundet werden, dass die restlichen notwendigen Schritte so positiv verlaufen, wie die Feldtests in Köln, SHS und Selm. So stünde dem Start von T-DSL via Glasfaser endlich nichts mehr im Wege.